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                         Tracht und Gewand 
                 

  

                                                                 
    Den Blick in die Zukunft gerichtet und trotzdem
 Traditionen bewahren.

Wir Landfrauen präsentieren uns beim Neujahrsempfang der Gemeinde am 09.01.2000 zum ersten Mal in unserer historischen Tracht. Zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens sowie geladene Gäste folgten der Einladung von Bürgermeister Manfred Blochmann um gemeinsam auf das Neue Jahr „1200 Jahre Wülfershausen“ anzustoßen.  

Unsere Kulturträger sind eine Trachtentanzgruppe, ein Singkreis und eine Musiziergruppe. Sie tragen die von uns  zur 1200-Jahrfeier der Gemeinde im Jahr  2000 angefertigten bodenständigen Trachten, wie sie um 1832 in Wülfershausen getragen wurden.  Zu den zuerst gefertigten Festtagstrachten kamen später die Werktagstrachten und Kindertrachten hinzu. Eine Aufgabe dieser Gruppen ist die Bewahrung unserer kulturellen Tradition. Sie pflegen das Volkslied und Tänze aus unserer Region.

Die Gruppen nehmen auch an Rhöner Heimattagen, an Erntedankumzügen, 
am Umzug zum Volksfest und an Jubiläumsumzügen von Vereinen teil.

     
                                                         

 

 

Landfrauen in alter Tracht  
Die Wülfershäuser Landfrauen haben sich bis zur 1200-Jahrfeier der
Gemeinde im Jahr 2000 neu einkleidet – mit der Original Wülfershäuser Tracht   

Um möglichst nahe an die ursprüngliche Form und Farbgebung heranzukommen, hat Ortsbäuerin Christa Kiesner Unterlagen, aus denen detailliert hervorgeht, wie die alte Wülfershäuser Tracht, die erstmals im Jahr 1836 geschneidert wurde gefunden.
 Dankbar ist sie auch für die Zeichnungen wie man erkennen kann.
 

                                                 

Text zu drei Trachtenbildern von Peter Geist 1832
(im Bild eine Darstellung der Tracht des Malers Peter Geist, entstanden um 1850).

Wülfershausen (Saalegrund)

Die Marienbildjungfrau aus dem Saaletal fällt besonders durch den mächtigen Schappelkranz auf, die Ehrenkrone der Jungfrauen, die bei bestimmten Gelegenheiten bis zur Hochzeit getragen werden durfte. Über dem grünen, weitkragigen Mützen liegt das
breitwürfig um den Hals geschlungene Tuch. Die hellblaue Schürze hat das Mädchen mit hellen, golden gefransten Seidenbändern zusammengeknotet. Die schwarzen, schmalen Halbschühchen wurden mit farbigen Schnürsenkeln gebunden.  

 

Zur Zeit um 1850 war diese Burschentracht modern und kräftig in der Farbgebung. Der Rechen als Attribut für die bäuerliche Arbeit passt nicht so recht zum festlichen Gewand. Über einer doppelreihig geknöpften roten Weste trägt der junge Bauer eine blaue, kurze Jacke. Ein hellblaues Halstuch sticht hervor. Die gelbe Lederkniehose ist dezent bestickt. Schafwollfarbene Strümpfe, flache Schnallenschuhe und die hochaufragende Pelzmütze runden die saloppe Tracht ab

 

    

     

                        Die Original Wülfershäuser Tracht                                               Palmbuschen am Palmsonntag

 

Trachten in Unterfranken:

Ein besonderer Augenschmaus sind die Trachtlerinnen und Trachtleer, wenn sie mit ihrer Vielfalt bei Veranstaltungen und Empfängen mitwirken. Die Trachtenfestzüge, die jährlich mehrmals zu sehen sind, werden als friedliche Demonstrationen für das Volks- und Brauchtum in Franken gewertet. Ihre Aktivitäten in den Gemeinden und Städten regen immer wieder Menschen an, die Trachtenvereine zu unterstützen. Ihr Wahlspruch: „Sitt’ und Tracht der Alten, wollen wir erhalten“ ist die Basis ihres Wirkens und darauf bauen sie auf.

 


Palmsonntag

Wohlan ihr Trachtenbrüder, wir reichen uns die Hand,

nicht Reichtum und nicht Güter uns diese Treue band.

Der Wille unsrer Ahnen und auch ihr letzter Hauch,

sie wollen uns ermahnen zum guten alten Brauch.

 Der Väter Sitt’ und Erben ist unser höchstes Gut:

die Heimat treu erwerben, nie sinken soll der Mut.

Gott laß dies Werk uns frommen, erhalten stets aufs neu

laß Zeiten gehen und kommen, 
du Tracht dir bleib ich treu.

Auf Wunsch unseres Pfarrers Dr. Joe Karickial stehen die Palmbuschen als Schmuck am Hochaltar.

Christas Enkelchen Mona

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