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Text zu drei Trachtenbildern
von Peter Geist 1832
(im Bild eine Darstellung der Tracht des Malers Peter Geist,
entstanden um 1850).
Wülfershausen
(Saalegrund)
Die
Marienbildjungfrau aus dem Saaletal fällt besonders
durch den mächtigen Schappelkranz auf, die Ehrenkrone der Jungfrauen, die
bei bestimmten Gelegenheiten bis zur Hochzeit
getragen werden durfte. Über dem grünen, weitkragigen Mützen
liegt das
breitwürfig um den Hals geschlungene Tuch. Die hellblaue Schürze hat das
Mädchen mit hellen, golden gefransten Seidenbändern zusammengeknotet.
Die schwarzen, schmalen Halbschühchen wurden mit farbigen Schnürsenkeln
gebunden.
Zur
Zeit um 1850 war diese Burschentracht modern und kräftig in der
Farbgebung. Der Rechen als Attribut für die bäuerliche Arbeit passt
nicht so recht zum festlichen Gewand. Über einer doppelreihig geknöpften
roten Weste trägt der junge Bauer eine blaue, kurze Jacke. Ein hellblaues
Halstuch sticht hervor. Die gelbe Lederkniehose ist dezent bestickt.
Schafwollfarbene Strümpfe, flache Schnallenschuhe und die hochaufragende
Pelzmütze runden die saloppe Tracht ab

Die Original Wülfershäuser Tracht
Palmbuschen am Palmsonntag
Trachten
in Unterfranken:
Ein
besonderer Augenschmaus sind die Trachtlerinnen und Trachtleer,
wenn sie mit ihrer Vielfalt bei Veranstaltungen und Empfängen mitwirken.
Die
Trachtenfestzüge, die jährlich mehrmals zu sehen sind, werden als
friedliche Demonstrationen für das Volks- und Brauchtum in Franken
gewertet. Ihre Aktivitäten in den Gemeinden und Städten regen immer
wieder Menschen an, die Trachtenvereine zu unterstützen. Ihr Wahlspruch:
„Sitt’
und Tracht der Alten, wollen wir erhalten“
ist
die Basis ihres Wirkens und darauf bauen sie auf.
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